#9 Falsches Erwachen

Als ich heute aufgewacht bin, habe ich bemerkt, dass da eigentlich gar nichts passiert. Die Vögel auf den Ästen des Ahornbaums singen sich immer noch gemütlich durch den Tag, der kleine Brunnen vor meinem Fenster fließt immer noch, als wäre eigentlich gar nichts gewesen und ich befinde mich in einem grundlegend tiefenentspannten Zustand in meinen Shorts und meinem Kaffe in der Hand, vor dem Fenster. Als ich mich dann ins Bad begebe und an der Garderobe vorbeilaufe, fällt mir auf, dass da ein Stofffetzen auf dem Boden liegt, der mir wahrscheinlich gestern Abend beim Heimkommen aus der Tasche gefallen ist. Es war spät und mir fehlte die nötige Konzentration, mich auf die Innereien meiner Taschen zu konzentrieren. Als ich nach dem Stofffetzen greifen will, erkenne ich dass das eine Gesichtsmaske ist und es fällt mir wie Schuppen von den Augen: Wir befinden uns ja eigentlich tatsächlich immer noch Mitten in einer Pandemie. Plötzlich wurde es ganz still.

Die Vögel vor dem Fenster hörten auf, laut rumzuschreien und das Geplatscher des Brunnens, der einfach ständig läuft ohne auch nur Rücksicht auf die Wasserverschwendung zu nehmen, ist auch nicht mehr relevant. Wir stecken Mitten in einer Pandemie, aber so wirklich fühlte es sich einfach nicht danach an und jetzt, wo ich diesen Text hier schreibe, fühlt es sich auch immer noch nicht so danach an und ich weiß auch nicht. Schließlich gibt es gerade jetzt, in bestimmten Teilen in der Welt wieder erste Meldungen über ein neues Aufflammen der Krankheit und ich fühle mich etwas Schuldig, dass ich mich nicht mehr besorgt fühle.

Irgendwie kommt es mir so vor, als würden wir uns dagegen wehren, die Krankheit in unsere Realität eintreten zu lassen. Wir haben die Pandemie auf die Ersatzbank der weltweiten Probleme geschickt und bearbeiten eben andere Probleme inzwischen, da wir ja nicht wirklich was an der Krankheit ausrichten können. Dabei ist die Krise aber noch nicht überwunden, der einzige wirkliche Unterschied ist, dass wir uns mittleweile wieder frei bewegen können, ohne uns staatlich auferlegten Restriktionen unterwerfen zu müssen. Auch wenn das nicht zu hunderprozent stimmt, natürlich. Schließlich lag da ja eine Maske am Boden.

In diesem Limbus, in diesem Purgatorium der Ungewissheit, der sich gefühlt irgendwo zwischen Ferragosto und Aufbruchstimmung einreihen muss, schüren wir falsche Hoffnungen auf einen normalen Sommer und der schrecklichen Gewissheit, dass es Torbole und Jesolo mit ihren Plexiglas verstückten Scheiben tatsächlich geschafft haben, noch ein Stückweit beschissener zu werden.

Als Kreative im Geiste versuchen wir, mit der Situation klar zu kommen und Wege zu finden, unser Leben in normale Bahnen zu lenken und dabei tatsächlich trotz allem gegen die alltäglichen Ungerechtigkeiten in der Welt vorzugehen und irgendwo kann man darauf auch wirklich stolz sein. Wir nehmen Tod und Verderben hin um für Menschenrechte aufzustehen und uns mit Menschen aus anderen Kontinenten zu verbrüdern, die wir eigentlich gar nicht kennen. Das ist im Grunde großartig, wirft in der Realität trotzdem aber ein paar elementare Fragen auf, die ich hier an dieser Stelle aber nicht diskutieren will, schließlich möchte ich hier keine Abhandlung über das neue Phänmonen der weltweiten Protestbewegungen schreiben, sondern in diesem (vor-) letzten Artikel meiner Zeugschaft für LanaLive über die Zeit reden, in der LanaLive trotzdem statt gefunden hat, obwohl es alles andere als klar war, dass LanaLive statt finden würde.

Ich habe für dieses Kulturfestival nämlich nicht nur diese Texte hier geschrieben, sondern auch auf Social Media und im Radio dafür geworben und dadurch mitbekommen, wie viel eigentlich daran gesetzt wurde, dass es in diesen Zeiten statt finden konnte. Ohne hier jetzt zu sehr auf Details einzugehen, kann man sehr wohl sagen, dass es beeindruckend ist, was in den zwei Wochen während des Festivals passiert ist. Weit vorher hatte ich ein Gespräch mit Hannes Egger, das ich hier ganz ungeniert verlinke, in dem wir darüber gesprochen haben, dass diese Krise, und der Lockdown der mit ihr einherging auch immer eine Kulturkrise ist und dass sich die Kultur dauerhaft an die Krise und an unsere neue Lebenssituation anpassen wird. Mittlerweile bin ich mir darüber nicht mehr so sicher. Gerade auch deshalb, weil sich die alte Realität und der Alltag von Früher viel schneller wieder eingependelt haben, als wir es vermutet hatten.

Natürlich soll das hier keine naive schönfärberei sein, viele Menschen stehen noch immer vor dem Existenzaus oder haben jemanden durch die Krise verloren. Ich glaube aber, dass die ganze Geschichte weitaus weniger komplex ist, wie wir es vielleicht geglaubt hatten, als wir so dermaßen von den Ereignissen überrollt wurden.

Wie bereits gesagt, markiert dieser Text meinen vorletzten für LanaLive. Der letzte wird ein Gespräch mit Hannes Egger und Katrin Klotz sein, die LanaLive seit zehn Jahren zu dem machen, was es ist.

Programma

Preview: Venerdì, 15.05.2020, ore 19.30

There’s a World Going on Underground

There's a World Going on Underground_Thomas Scalco - 'Htambà, 2019 - argillite di Lozio e legante acrilico su tela, 50x70 cm

Nell’anteprima di LanaLive, il curatore Gabriele Salvaterra pubblica un manifesto sulla mostra collettiva che sta progettando dal titolo There’s a World Going on Underground. Guardando sotto la superficie e dietro gli aspetti percepibili della realtà, la mostra offre a livello sociale una visione delle sottoculture; da un punto di vista mentale e psicologico, scoperchia ciò che reprimiamo e che preferiremo dimenticare; mentre a livello fisico scava tutto ciò che si trova “sotto”. 
La mostra, che si svolge in collaborazione con la Kunsthalle West, è stata rinviata all’autunno. Venerdì 15 maggio alle 19:30, data di apertura originale, Salvaterra pubblica il suo manifesto sul canale Facebook di LanaLive. Per tutto il giorno invece, il manifesto viene distribuito in forma cartacea a Lana.


Giovedì, 21.05.20, ore 18:00

Angoli scuri

Dunkle Ecken_Fiona Belousz_Groundstudies_Foto Manuel Ahnemüller

Artisti: Dovilé Aleksaité, Valentina Alexander, Elias Asisi, Fiona Belousz, Winona Bogner, Hannah Füsser, Ting Lui, Elisa Jule Braun, Hilka Dirks, Zora Hünermann, Meret Schmiese, Alessandra Fochesato, Indra L. Frings, Manfred Elias Knorr, Montau, Isabelle Östlund, Raphael Pohl, Daniela Schaller, Merani Schilcher, Carolina Stieler, David Reitenbach, Lukas Winter
Set di musica: DJ Leo Cologna
Curatrici: Annika Terwey und Sophie Lazari
Mostra: 22.-31.05.2020

La mostra Angoli scuri, curata da Annika Terwey e Sophie Lazari, riunisce una ventina di opere d’arte di giovani artisti che affrontano il fenomeno della salute mentale, esponendole in un edificio nel centro di Lana rimasto disabitato per anni. Come fa la psicoanalisi, la mostra apre porte chiuse, entra in stanze nascoste e dà spazio a mondi emotivi celati. La mostra si terrà in un sito Web appositamente creato (www.dunkleecken.com). L’inaugurazione, che sarà trasmessa come live event su Radio Tandem, comprenderà un DJ-Set, mentre alcuni dei video in mostra saranno proiettati al piano terra del Bildhaus (via Maria Hilf 1, Lana). Inizialmente pensata per occupare due appartamenti dell’edificio rimasti vuoti per anni, la mostra si svolgerà nel solo piano terra, in modo che i video siano visibili attraverso le finestre che si affacciano sulla strada.


21.05.2020 – 31.05.2020

Angoli scuri presso il Kultur.Lana

Parallelamente alla mostra “angoli scuri”, Kultur.Lana (Piazza Hoffmann, Lana) organizza un’ampia mostra multimediale nella quale, in “angoli bui”, sono esposti alcuni media sul tema della salute mentali recentemente acquisiti.


Venerdì, 22.05.2020

Escursione alle buche di ghiaccio

Familienwanderung_Foto Flyle

Nella frazione di Acquaviva, sopra Lana, un po’ nascoste, si trovano le cosiddette buche di ghiaccio. Questo raro fenomeno naturale è spiegato dal principio fisico della galleria del vento: l’aria scorre, dall’alto verso il basso, attraverso un sistema di fessure tra le rocce, e si raffredda. Non essendo possibile fare un’escursione di gruppo, la guida escursionistica Olav Lutz ha scritto una descrizione dettagliata del tour, che può essere scaricata dal sito Web LanaLive a partire da venerdì 22 maggio. In tal modo, l’escursione di circa 3 ore alle buche di ghiaccio, per parte ancora sconosciute, potrà essere effettuata da chi è interessato nei fine settimana o durante l’estate.


Sabato, 23.05.2020

Manuel Pellegrini: Uncanny Eatery

header4

Conoscete la sensazione che monta dentro quando, scendendo le scale per raggiungere lo scantinato, immaginate che qualcosa, laggiù nel buio, vi stia aspettando? Qualcosa che, molto probabilmente, non promette nulla di buono. Nella performance dedicata al cibo e al cinema, il “designer esperienziale” Manuel Pellegrini combina i tesori della terra con quella misteriosa incertezza che prende lo stomaco. Questa One to One Performance era originariamente prevista in uno scantinato di Lana, mentre ora sarà un corriere a consegnare tutto il necessario per dare vita a questo lavoro performativo. Dopo l’iscrizione, infatti, i partecipanti riceveranno degli alimentari impacchettati e un video con tutte le istruzioni, in modo da riprodurre in casa propria (possibilmente nel seminterrato) l’esperienza di Uncanny Eatery.
Iscrizioni entro il 19 maggio a: info@lanalive.it


Domenica, 24.05.2020, ore 17:00

Marcel Zischg: Testimone 2019

LanaLive_2019_Day3-27

Marcel Zischg ha seguito nel ruolo di testimone LanaLive 2019, presenziando a tutti gli eventi sul tema Roundabout e scrivendo per ognuno di essi un resoconto. Il giovane autore, secondo un personale punto di vista, è stato quindi testimone di ciò che è accaduto durante il festival. Le sue osservazioni, così come le foto di Flyle (Philipp Unterholzner), formano assieme il LanaLive-Report, del quale, domenica 24 maggio 2020 alle ore 17:00, Zischg leggerà alcuni passi su Facebook e YouTube.


Lunedì, 25.05.2020, ore 19:00

Manuel Oberkalmsteiner & Matthias Keitsch: UNHEARD PLACES / Lana

Gasthof Wunder ©arminhuber_low-19

Il collezionista di suoni Manuel Oberkalmsteiner e il regista Matthias Keitsch hanno sviluppato il format audio UNHEARD PLACES, per il quale esplorano, registrano e rendono udibili luoghi “mai uditi”. Per LanaLive espanderanno il loro concetto includendo storie e racconti nascosti. Durante una performance dal vivo, intrecceranno suoni, rumori, conversazioni, storie e saghe in uno scenario sonoro che mescola reportage storici, diario di viaggio, musica sperimentale ed elettronica basata sul field recording.
La performance, che avrebbe dovuto svolgersi nella cantina di Villa Arnica, si terrà dal vivo su Radio Sonnenschein, nell’ambito del lunedì culturale del 25 maggio, alle ore 19:00. A seguire, si terrà una conversazione con Manuel Oberkalmsteiner e Matthias Keitsch.


Martedì, 26.05.2020

Film Im Keller (In cantina) di Ulrich Seidl

Im Keller-pressefoto-1

Il film cult Im Keller (in lingua tedesca, sottotitoli in inglese) del regista austriaco Ulrich Seidl (2014) racconta storie di persone che coltivano le loro passioni/ossessioni nascondendosi: che si tratti di sessualità o della passione per le armi, di serpenti giganti contenuti in terrari, di sale fitness e di lavanderie o di arie d’opera che echeggiano tra le volte delle cantine.
Il film, non adatto ad un pubblico di giovanissimi, sarà trasmesso in streaming il 26 maggio per un numero limitato di spettatori.
Adesioni entro il 25.05.2020, scrivendo a
info@lanalive.it.


Mercoledì, 27.05.2020, ore 19:00

Dei terreni vivi e della loro importanza

Elia Guariento_Foto Elia Guariento

L’importanza di un suolo fertile è chiara ad ogni agricoltore. Ma quali caratteristiche ha un terreno buono e sano? Quali colture sono più adatte ad un certo terreno? Elia Guariento, ricercatore presso l’Eurac, offrirà una panoramica sui suoli altoatesini, con particolare attenzione alla Valle dell’Adige, e parlerà della “vita” nel suolo e del suo significato. Assieme a lui interverrà Wolfgang Drahorad, presidente del Museo altoatesino di frutticoltura. La conversazione sarà moderata da Stefan Nicolini. Il dibattito si svolge senza pubblico, ma verrà trasmesso in diretta dal Museo altoatesino di frutticoltura attraverso le pagine Facebook e YouTube di LanaLive. (in lingua tedesca)


Giovedì, 28.05.2020, ore 21:00

Radon – Concerto della sala prove

Radon_Foto_Dubiose Symbiose

Il centro giovanile JUX ha due sale prove nascoste e sotterranee nelle quali varie band come Unkraut, Gibsy Road Gang, Rusted Coins, The Modern Flowers, Unkraut e Bugfix provano per loro esibizioni.
Per l’occasione, i musicisti apriranno le porte di questa particolare sala prove ai microfoni delle trasmissione
Radio Freier Fall di RAI Alto Adige. La diretta radiofonica sarà trasmessa dalla sala prove giovedì 28 maggio, dalle 21 alle 22.00. Oltre ad eseguire alcuni loro brani, i musicisti converseranno con Reinhold Giovanett. A caratterizzare in maniera particolare questo concerto in sala prove sarà l’ampia gamma di generi musicali proposti, che spaziano dall’hard rock al techno punk e offrono un’idea delle diverse subculture musicali coinvolte.


Venerdì, 29.05.2020

Downstairs – Lana sotterranea

 

Keller_Lana_Live_2020-14

Il mondo sotterraneo di Lana di Sopra, solitamente celato alla vista, viene portato alla luce dallo storico Simon Terzer. Sei tappe – dalla cantina medievale sotto una chiesa alla cantina dell’hotel dei tempi della Gründerzeit, fino al moderno caveau di una banca – attendono di essere scoperte. Disceso nelle “profondità urbane” di Lana, Simon Terzer ne ha studiato le particolarità. Un resconto delle sue ricerche ed esperienze sarà pubblicato e distribuito in forma di brochure venerdì 29 maggio.


Sabato, 30.05.2020, ore 19:00

Zolf & Saturn

DCIM100GOPROG0255212.

Zolf & Saturn è una carovana di un solo uomo che raccoglie suoni da tutto il mondo e li mescola con ritmi travolgenti, caldi synth, la propria voce, chitarre turche ed elettriche. Un viaggio musicale che trasuda voglia di viaggiare, desiderio e ottimismo. Musica da ballare, da ascoltare, per sognare. Il concerto sarà trasmesso in diretta dal giardino di Villa Arnica attraverso il canale Instagram e Facebook di Villa Arnica e tramite la pagina Facebook di LanaLive.


Sonntag 31.05.2020, 20 Uhr

Closing the gate to the underground

Montau

La mostra Angoli scuri e l’intero festival LanaLive Underground vedranno per la loro conclusione un’installazione audiovisiva ad alto contenuto emozionale realizzata da Montau. Il compositore e produttore, residente a Berlino, crea ritmi tesi, ipnotici e paesaggi malinconici che si muovono tra densi e avvolgenti cortine sonore e deflagranti arrangiamenti ritmici.
La prima assoluta di questa installazione, creata appositamente per il LanaLive, sarà trasmessa in un live streaming nel sito di Salto.bz e nel canale Facebook di LanaLive. Suoni meditativi e suadenti giochi cromatici inviteranno gli spettatori a rilassarsi, infondendo benessere mentale e chiudendo le porte del mondo sotterraneo, dell’Underground.


Testimone

Dato che quest’anno sarà particolarmente difficile seguire sul posto tutti gli appuntamenti del programma di LanaLive, il ruolo di testimone assume un valore di particolare importanza. Il giovane autore, blogger e regista Thomas Tribus parteciperà a LanaLive Undergorund nella veste di testimone. Egli sarà presente a tutti gli eventi e appunterà in un blog le proprie impressioni sui vari appuntamenti. I testi di Thomas Tribus costituiranno la base del LanaLive-Report, che verrà pubblicato dopo la manifestazione festival. Contemporaneamente, il festival sarà immortalato dagli scatti fotografici di Flyle (Philip Unterholzner).

Programm

Preview: Freitag 15.05.2020, 19.30 Uhr

There’s a World Going on Underground

There's a World Going on Underground_Thomas Scalco - 'Htambà, 2019 - argillite di Lozio e legante acrilico su tela, 50x70 cm

Als Preview zu LanaLive veröffentlicht der Kurator Gabriele Salvaterra ein Manifest zu der von ihm geplanten Ausstellung There’s a World Going on Underground. Die Ausstellung schaut unter die Oberfläche und hinter die wahrnehmbaren Aspekte der Realität. Auf sozialer Ebene gibt sie den Blick auf die Subkulturen frei, auf mentaler und psychischer Ebene eröffnet sie das Unterdrückte, das wir lieber vergessen und auf physischer Ebene gräbt sie all das aus, was “darunter” liegt. Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Kunsthalle West stattfindet wurde auf Herbst verschoben. Am Freitag, 15. Mai um 19.30 Uhr, dem ursprünglichen Eröffnungstermin, wird Salvaterras Manifest auf der Facebookseite von LanaLive veröffentlicht den ganzen Tag über hingegen wird es in Lana verteilt.


Donnerstag, 21.05.2020, 18 Uhr

Dunkle Ecken

Dunkle Ecken_Fiona Belousz_Groundstudies_Foto Manuel Ahnemüller

Künstler*innen: Dovilé Aleksaité, Valentina Alexander, Elias Asisi, Fiona Belousz, Winona Bogner, Hannah Füsser, Ting Lui, Elisa Jule Braun, Hilka Dirks, Zora Hünermann, Meret Schmiese, Alessandra Fochesato, Indra L. Frings, Manfred Elias Knorr, Montau, Isabelle Östlund, Raphael Pohl, Daniela Schaller, Merani Schilcher, Carolina Stieler, David Reitenbach, Lukas Winter
Musik-Set: DJ Leo Cologna
Kuratorinnen: Annika Terwey und Sophie Lazari
Ausstellung: 22.-31.05.20

Die von Annika Terwey und Sophie Lazari ausgerichtete Ausstellung Dunkle Ecken versammelt an die 20 Kunstwerke von jungen Kunstschaffenden rund um das Thema der psychischen Gesundheit und zeigt sie. Wie in der Psychoanalyse öffnet die Ausstellung verschlossene Türen, betritt versteckte Räume und gibt verborgenen Gefühlswelten Raum.
Die Ausstellung findet auf einer eigens kreierten Webseite (www.dunkleecken.com) statt, die Eröffnung inklusive DJ-Set wird als Live-Event über Radio Tandem übertragen und einige der ausgestellten Videos werden im Erdgeschoss des Bildhauses (Maria Hilf Straße 1, Lana) gezeigt. In den zwei Wohnungen des seit Jahren leerstehenden Gebäudes war die Kunstschau ursprünglich geplant, nun wird nur das Erdgeschoss bespielt und zwar so, dass die Videos durch die Fenster sichtbar sind.


21.05.2020 – 31.05.2020

Dunkle Ecken im Kultur.Lana

Parallel zur Kunstschau Dunkle Ecken veranstaltet der Kultur.Lana (Hofmannplatz, Lana) eine breit angelegte Medienausstellung und zeigt in Dunklen Ecken zum Teil neu erworbene Medien zum Themenkomplex der psychischen Gesundheit.


Freitag, 22.05.2020

Wanderung zu den Eislöchern

Familienwanderung_Foto Flyle

In Ackpfeif oberhalb von Lana befinden sich, etwas versteckt, sogenannte Eislöcher. Das seltene Naturphänomen erklärt sich aus dem physikalischen Prinzip der Windröhre: Luft strömt durch ein Spaltensystem zwischen den Felsen von oben nach unten und kühlt sich dabei ab.
Da es nicht möglich ist eine gemeinsame Wanderung durchzuführen hat der Wanderführer Olav Lutz eine ausführliche Tourenbeschreibung verfasst, die ab Freitag, 22. Mai von der Webseite von LanaLive geladen werden kann, sodass die ca. 3 Stunden dauernde Wanderung zu den Großteils unbekannten Eislöchern am Wochenende oder im Laufe des Sommers von allen Interessierten durchgeführt werden kann.


Samstag, 23.05.2020

Manuel Pellegrini: Uncanny Eatery

header4

Kennst du das Gefühl, wenn du im Keller Kartoffeln holen musst und mit jedem Schritt, den du die Treppe hinabsteigst, wächst diese leise Ahnung, dass da unten im Dunkeln etwas auf dich wartet? Etwas, das mit großer Wahrscheinlichkeit nichts Gutes verheißt. In der Food- und Filmperformance verbindet Experience Designer Manuel Pellegrini Schätze des Erdreiches mit dem schaurigen Ungewissen das einem den Magen verdreht.
Die One to One Performance war ursprünglich in einem Keller in Lana geplant und kommt jetzt zu den Interessierten via Paketdienst nach Hause. Auf Anmeldung werden Lebensmittelpakete inklusive Anleitungsvideos versendet, damit im eigenen Zuhause, eventuell im Keller, die Uncanny Eatery-Erfahrung nachvollzogen werden kann.
Anmeldung innerhalb 19. Mai an: info@lanalive.it


Sonntag, 24.05.2020, 17 Uhr

Marcel Zischg: Zeugschaft 2019

LanaLive_2019_Day3-27

Marcel Zischg begleitete als Zeuge LanaLive 2019. Er war bei allen Veranstaltungen zum Thema Roundabout anwesend und hat zu jeder einen Erlebnisbericht verfasst. Aus persönlicher Sicht bezeugt der Jungautor das Geschehen während dem Festival. Seine Aufzeichnungen, sowie die Fotos von Flyle (Philipp Unterholzner) bilden zusammen den LanaLive-Report, aus welchem Zischg am Sonntag, 24. Mai 2020 um 17 Uhr auf Facebook und YouTube vorliest.


Montag, 25.05.2020, 19 Uhr

Manuel Oberkalmsteiner & Matthias Keitsch: UNHEARD PLACES / Lana

Gasthof Wunder ©arminhuber_low-19

Der Klangsammler Manuel Oberkalmsteiner und der Filmmacher Matthias Keitsch haben das Hörformat UNHEARD PLACES entwickelt, mit dem sie ungehörte Ort erkunden, aufnehmen und hörbar machen. Für LanaLive erweitern sie ihr Konzept um verborgene Geschichten und Erzählungen. Die ergrabenen Klänge, Geräusche, Gespräche, Geschichten und Sagen verweben sie in einer Live-Performance in Hörbildern, die eine Mischung aus historischer Reportage, Reisebericht, experimenteller und elektronischer Musik basierend auf Field Recordings sind.
Die Performance, die im Keller der Villa Arnica hätte stattfinden sollen, wird live auf Radio Sonnenschein, im Rahmen des Kulturmontags am Montag, 25. Mai ab 19 Uhr gespielt. Anschließend folgt ein Gespräch mit Manuel Oberkalmsteiner und Matthias Keitsch.


Dienstag, 26.05.2020

Im Keller von Ulrich Seidl

Im Keller-pressefoto-1

Der Kultfilm Im Keller des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl (2014) erzählt Geschichten von Menschen, die ihre Obsessionen im Versteckten nachgehen. Es geht um Sexualität und Schussbereitschaft, um Riesenschlangen, die in Terrarien liegen, um Fitnessräume und Waschkeller und Opernarien, die in Gewölbekeller verklingen. Der nicht ganz jugendfreie Film wird am 26.05.20 für eine begrenzte Zuschauerzahl gestreamt.
Anmeldung innerhalb 25.05.20 an info@lanalive.it.


Mittwoch, 27.05.2020, 19.00 Uhr

Von lebenden Böden und ihrer Bedeutung

Elia Guariento_Foto Elia Guariento

Die Bedeutung eines fruchtbaren Bodens ist jedem Bauer klar. Aber was ist ein guter und gesunder Boden? Für was ist er alles gut? Der an der Eurac forschende Elia Guariento gibt einen Überblick zu den Böden in Südtirol mit besonderem Augenmerk auf das Etschtal, weiters spricht er über „Leben“ im Boden und dessen Bedeutung. Mit ihm unterhaltet sich Wolfgang Drahorad, der Obmann des Südtiroler Obstbaumuseum; moderiert wird das Gespräch von Stefan Nicolini. Das Gespräch findet ohne Publikum statt, wird aber live aus dem Obstbaumuseum über den Facebook– und YouTubekanal von LanaLive übertragen.


Donnerstag, 28.05.2020, 21.00 Uhr

Radon – Proberaumkonzert

Radon_Foto_Dubiose Symbiose

Das Jugendzentrum JUX verfügt über zwei verborgene und unter der Erde liegende Proberäume. Verschiedene Bands wie Unkraut, Gibsy Road Gang, Rusted Coins, The Modern Flowers, Unkraut und Bugfix üben dort für ihre Auftritte. In dieser Underground-Location feiern sich die Hausdamen und Herren, in dem sie das Probelokal für Radio Freier Fall von RAI Südtirol öffnen. Live wird am Donnerstag, 28. Mai von 21 bis 22 Uhr aus dem Proberaum übertragen. Neben Songproben stellen sich die Musikerinnen und Musiker dem Gespräch mit Reinhold Giovanett. Eine Besonderheit des Proberaumkonzerts ist die große Bandbreite der Musikstile, sie reichen von Hard Rock bis Technopunk und geben Einblick in die verschiedenen Subkulturen.


Freitag, 29.05.2020

Downstairs – das unterirdische Lana

Keller_Lana_Live_2020-14

Was sonst den Blicken verborgen bleibt, holt der Historiker Simon Terzer ans Licht: die Unterwelt in Oberlana. Sechs Stationen – vom mittelalterlichen Weinkeller unter einer Kirche über den Hotelkeller aus den Gründerjahren, einem Bunker aus der Nachkriegszeit, bis zum modernen Tresorraum einer Bank – warten darauf entdeckt zu werden. Simon Terzer hat sich in die Unterwelt begeben und diese erforscht. Sein Forschungs- und Erfahrungsbericht wird als Broschüre am Freitag, 29. Mai veröffentlicht und verteilt.


Samstag, 30.05.2020, 19 Uhr

Zolf & Saturn

DCIM100GOPROG0255212.

Zolf & Saturn ist eine rollende Ein-Mann-Karawane, die Klänge und Sounds aus aller Welt sammelt und mit treibenden Beats, warmen Syths, mit seiner Stimme und türkischen und elektrischen Gitarren vermischt. Eine musikalische Reise die nach Fernweh, Sehnsucht und Aufbruchstimmung klingt. Es ist Musik zum Tanzen, zum Träumen und zum zuhören. Übertragen wird das Konzert live aus dem Garten der Villa Arnica über den Instagram- und Facebookkanal der Villa Arnica und über die Facebookseite von LanaLive.


Sonntag 31.05.2020, 20 Uhr

Closing the gate to the underground

Montau

Die Ausstellung Dunkle Ecken, sowie das gesamte Festival LanaLive Underground beschließt eine hochsensible, audiovisuelle Installation von Montau. Der in Berlin lebende Komponist und Produzent kreiert angespannte, hypnotische Grooves und melanchonische Klanglandschaften, die sich zwischen dichten Klangwänden und donnernden Trommelarrangements bewegen. Die Uraufführung der eigens kreierten, knapp 11 Minuten dauernden Installation findet über den Livestream von Salto.bz und den Facebookkanal von LanaLive statt. Mit meditativen Klängen und chromatischen Farbbewegungen lädt er zum Relaxen ein, beschwört die psychische Gesundheit und schließt die Tore zur Unterwelt.


Zeugschaft

Da es besonders in diesem Jahr schwierig ist alle Programmpunkte von LanaLive vor Ort zu verfolgen ist die Rolle des Festivalzeugen umso wichtiger. Als Zeuge begleitet der Jungautor, Blogger und Filmemacher Thomas Tribus LanaLive Underground. Er ist bei allen Veranstaltungen anwesend und versammelt seine Sicht auf die Programmpunkte und Erfahrungen in einem Blog. Die Texte von Thomas Tribus bilden die Grundlage des – anschließend an das Festival erscheinenden – LanaLive-Reports. Fotografisch hingegen wird das Festival von Flyle (Philip Unterholzner) dokumentiert.