Roundabout

23|05|2019 –02|06|2019

Lana_Live_Day1-24

(DT)

LanaLive bespielt als transdisziplinäres und thematisches Kulturfestival vom 23. Mai bis 02. Juni 2019 Lana und Umgebung. Das Festival lässt sich thematisch auf die Gegend ein und erforscht mit kulturell-künstlerischen Mitteln jährlich unterschiedliche Themenkomplexe.

Vom 23. Mai bis 02. Juni 2019 dreht sich alles um den Verkehr und die verschiedenen Verkehrsmittel. Lana ist ein Verkehrsknotenpunkt, gelegen am historisch wichtigen Übergang der Falschauer, beim Zugang zum Ultental und zum Nonsberg. Verkehrstechnisch innovativ zeigte sich Lana in den 1910er Jahren: Die erste Trambahn Südtirols verband bereits 1906 Lana mit Meran und 1912 führte die als Pionierarbeit geltende Seilbahn von Lana aufs Vigiljoch.
Vor allem in der Nachkriegszeit veränderte sich das Dorfbild: Die ursprünglichen, dem Berghang entlang liegenden Dorfteile Nieder-, Mitter-, Oberlana und Vill, wurden baulich zusehends zusammengeführt, außerdem erfuhr das Dorf eine – vorher kaum gekannte – West-, Ostausdehnung, da entlang der Hauptverkehrsachse Bozner- und Meranerstraße gebaut wurde.
Bewohner*innen und deren Gäste wollen immer und überall mobil sein, Waren werden ex- und importiert, das alles erzeugt Verkehr, der manchmal als Belastung gefühlt wird und zu offensichtlichen Problemen führt. Die Marktgemeinde Lana arbeitet gerade an einem neuen Verkehrskonzept das Entlastung und Flüssigkeit garantieren soll.

LanaLive macht sich derweilen auf den Weg sich kulturell dem Phänomen unter dem Titel „Roundabout“ zu stellen, zeigt Entwicklungen und Tendenzen auf, schaut in die Vergangenheit und in die Zukunft. Das Festival vollzieht sich wie eine Art Roadmovie den Hauptverkehrsachsen der Marktgemeinde entlang und bespielt mit thematisch abgestimmten Konzerten, performativen Interventionen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Vorträgen und Erkundungstouren, Orte, die vom Verkehr geprägt sind.

Den Auftrakt des Festivals bilden die Bürgerkapelle Lana mit dem britischer Euphoniumspieler Steven Mead und die Bicinecleta des spanischen Künstlerkollektivs Basurama. Die Kunsthalle West präsentiert die von Ermanno Christini und Gabriele Tosi kuratierte Ausstellung “Walkabout #3”. Eine “Esels-Rhythmus-Klang-Tourne”e durch die Straßen von Lana vollführen die Bildhauer Erika Inger, Wolfgang Wohlfahrt und Herbert Golser mit der Musiker Dietrich Oberdörfer. Das theatralische Hörspiel “Rhetorik oder Fische sind schlechte Biographen” vom Autor und Musiker Wolfgang Nöckler thematisiert die Dramatik der Flucht über das Mittelmeer jenseits von rhetorischen Flosklen. Mit der Falschauer als Verkehrsmittel für Holz, der bis 1936 stattfindenden sogeannten Holztrifft” beschäftigt sich der Künstler Simon Perathoner. Im Autobus 246 von Lana nach Fondo am Nonsberg ist das Hörspiel “In Fondo” vom Autor und Journalisten Martin Hanni zu hören. Die Tänzerin und Choreografin Elisabeth Ramoser zeigt ein für LanaLive entwickeltes Stück und das OHT (Office for Human Theater) aus Rovereto ist mit “Little Fun Palace” für ein Wochenende in Lana zu Gast, um mit dem zur Plattform umgebauten Wohnwaagen Filme zu zeigen, DJ-Sets zu veranstalten und Diskussionen zu organisieren. Mit “The Box” werden bei allen Veranstaltungen von LanaLive – in Kooperation mit dem Bildungsausschuss Lana – Ideen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Lana und Umgebung gesammelt.
Als Zeuge begleitet der junge Autor Marcel Zischg das Festival. Seine Texte bilden, angereichert mit Bildern des Fotographen Flyle, die Grundlage für den LanaLive-Report. Dieser erscheint im Anschluss an das Festival, sammelt und reflektiert dessen Ergebnisse.

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